Tokyo2020-Blick auf Makuhari Messe

Ira Ziegler darf als eine von wenigen ausländischen Volunteers (= freiwillige/ ehrenamtliche Helfer) nach Tokyo reisen. Mehr als 100.000 Freiwillige hatten sich im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 registriert, gut 80.000 von Ihnen wurden als Helfer ausgewählt. Ungefähr 10% der Helfer kamen nicht aus Japan, sondern aus Übersee. Rund 2300 dieser kleinen Gruppe waren im Ausland lebende Japanerinnen und Japaner. Im März 2021 kam dann das Aus: Die japanische Regierung untersagte mit Blick auf die Corona Situation aus Sicherheitsgründen die Teilnahme von Volunteers aus Übersee. Gleichzeitig war es aber notwendig, für wenige Helfer*innen eine Ausnahme zu machen. Nämlich dann, wenn diese für die Durchführung der Spiele notwendig sind.

 

Ira Ziegler gehört zu diesen Ausnahmen. Fechten ist eines ihrer Hobbys und Rollstuhlfechten kann man als ihr Steckenpferd bezeichnen. Beide Sporarten sind in Japan nicht sehr verbreitet und so erhielt die ambitionierte Hobby-Fechterin von der japanischen Regierung die Erlaubnis an den Spielen teilzunehmen. Außer ihr sind noch 10 weitere internationale Volunteers aus Deutschland, Frankreich, Costa Rica, Brasilien und der Ukraine vor Ort. Die Hygienevorschriften greifen schon zwei Wochen vor der Anreise: So muss Ziegler Kontakte reduzieren, täglich Temperatur messen und vor Abreise zweimal zum Nasen-Rachen-Abstrich oder kurz PCR-Test. Bei der Einreise werden alle Teilnehmer - egal ob Athlet*innen, Trainer*innen, Offizielle, Presse oder auch Volunteers - von den übrigen Fluggästen separiert. Zum einen weil nochmals besondere Hygiene- und Einreisevorschriften zu befolgen sind und zum anderen weil direkt am Flughafen auch die Akkreditierung erfolgt.

Nach insgesamt 12h Flug und rund 6 Stunden für die Einreise am Flughafen müssen sich alle Teilnehmer für weitere 3 Tage in "freiwillige" Quarantäne ins Hotelzimmer begeben. Unter strengsten Auflagen - tägliche PCR-Test und Temperatur messen sowie Tracking per GPS - dürfen dann alle nach 4 Tagen ihre Tätigkeiten aufnehmen. Es werden ganz sicher Spiele der besonderen Art, aber es ist auch eine schöne und wichtige Aufgaben den Athletinnen und Athleten tolle Spiele zu präsentieren.

Zuschauer bleiben draußen

Zuschauer wird man jedoch vermissen. Nachdem zunächst ausländische Besucher*innen von den Spielen ausgeschlossen wurden, werden nun auch die Japaner*innen keine Tickets für bekommen. Schade, dass das nur alle vier Jahre stattfindende Highlight unter diesen Bedingungen stattfindet, aber auch toll, denn alle Athlet*innnen haben ihre Vorbereitungen und das Arbeiten auf den Saisonhöhepunkt schon um ein Jahr verlängert und freuen sich sicher, dass es nun auch stattfinden kann.

Die Verantwortlichen der ARGE SV 1845 ./. FC Esslingen GbR sind stolz auf ihre engagierte Mitarbeiterin und unterstützen sie bei ihrem ehrenamtlichen Engagement. Natürlich bedeutet es gerade in diesem Jahr, wo die Eröffnung des Sportparks bevor steht, auch eine Menge Mehrarbeit. Die Vertretung für das Management der Sozial- und Gruppenräume übernimmt Daniela Biet auf der Geschäftsstelle der SV 1845 Esslingen. Sie ist telefonisch unter 0711-384 218 zu erreichen oder per email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Ab 6. September läuft dann alles wieder seinen gewohnten Gang.

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